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Blei-Scheibengeschoß

Erfahrungen eines Ungenannten

Guten Tag Herr Möller,

erst einmal wünsche ich gute Besserung.

LM: Siehe Krellung. Danke für Ihre guten Wünsch. Jede Anteilname hilft mir auf dem Weg zum Heil.

Weiterhin finden sich anbei einige Bilder zu zwei von mir gestreckten Damkälbern. Auch wenn die von mir verwendete Munition nicht gerade der aktuellen Bleifreidebatte entspricht, glaube ich doch, die beiden Stücke seien gute Beispiele zur Zielwahl sind. Ich selbst verwende eine Blaser 850/88 SR in 7x64 (kurze Lauflänge 52 cm?). Dabei verwendete ich für beide Stücke das Geco TMR.

LM: Geco sind keine Patronen um damit auf Wild zu schießen, sondern für die Pappscheibe bestimmt. Daher auch der (engl.) Name Target = (dt.) Zielscheibe!

Wie auf den Bildern zu sehen ist, ist der Einschuß ähnlich groß (bzw. klein) wie der Ausschuß. Dank der ausführlichen Artikel zur Zielwahl, konnte ich somit beim Schießen eine unnötige Wildbretzerstörung vermeiden. Diese beiden Stücke stehen auch stellvertretend für andere Abschüsse mit dem Geco TMR, sowie auch Erfahrungen zum Wirken des RWS KS, wie bereits hier geschrieben und veröffentlicht. Ich kann also nicht wirklich die schlechten Wirkungen der beiden Geschosse bestätigen. (oder sogar widerlegen?)

LM: Sie auf 90 - 110 m ein oder zwei junge empfindliche Damkälber zu strecken ist ja nun nicht wirklich keine große Aufgabe. Das könnte Sie sogar mit der schwedischen 9,3x57 erledigen, ohne Lehrgänge für indirektes Mörserschießen bestanden zu haben. Der Fehler des viel zu kurzen Laufes Ihres unglücklichen 52-cm-Stummels nimmt der an sich schnellen 7x64 Patron die Geschwindigkeit und läßt das Pulver eher wirkungslos verpuffen. Ihre schlapp geladenen Geco TMR Blei Scheibengeschosse werden dabei so langsam, daß Sie bei den an sich richtig angetragen Lungenschüssen hinter das muskelepackte und knöcherne Blatt tatsächlich nicht viel zerstörten. Aber was ist denn das für ein Gebrauch von Wilhelm Brennekes Hochleistungspatrone. Der entwarf seine 7x64 für lange Läufe als Flitzer für weite Schüsse um die alte 7x57 Mauser zu übertreffen. Die Waffe zu kürze und dann mit runtergeladen Scheibenladungen zu füttern und dann damit auf Wild zu schießen ist aus jeder Sicht verkehrt. Wenn die Lahmheit den Bleinachteil nicht zeigt, so haben Sie nur die Pest mit der Cholera ausgetrieben.

Da ich selber mehrere Jahre lang geangelt habe, weiß ich, Angler benutzen Blei ihre Köder zu beschweren. Jenes reicht von wenigen Gramm bis hin zu 100, 200 und mehr Grammen. Aus eigener Erfahrung weiß ich auch, Bäume am Wasserrand sind nicht immer des Anglers Freunde sind und somit die Sehne schnell reißen kann, sollte man versehentlich nach Ästen angeln, und der Köder mit dem Blei ins Wasser fällt. Ist Bleischrote von Angelblei zu unterscheiden möglich?

LM: Ja. Kleine Anglerbleikugeln sind geschlitzt, damit sie um die Sehne gekniffen und so daran befestigt werden können werden können. Schrot sind Kugeln ohne Schlitz. 100 oder 200 g Schrote gibt es seit dem Mittelalter für Schlachthaubitzen nicht mehr.

Können Seeadler und anderes Getier nicht auch Angelblei aufnehmen und daran erkranken?

LM: Seeadler fangen bevorzugt Gänse (plattdeutsch auch Goaesaar genannt, Gänseadler) und andere Tiere. Sie gründeln aber nicht wie Enten oder Gänse nicht in flachen Gewässern. Insofern nehmen Sie Angelblei dann nicht vom Boden sondern über die Beute auf, die vorher das Blei ergründelt hat.

Somit stünden nicht nur die Jäger mehr allein am Pranger.

LM: Blei hat für Büchsen mit dem Schwarzpulver lange ausgedient, weil es für die Nitrotreibladungsgeschwindigkeiten vielezu weich ist. Daher liegt ist als Werkstoff für Geschosse hoffnungslos hinter den Anforderungen an ein zeitgemäßes Jagdgeschoß zurück.

Anmerkungen zu den Bildern:

Bild 1, erstes Damkalb. Bild vom Anschuß links unten bis zum Stück. Nachsuche mit einem Schweißhund nicht nötig. Schußentfernung vom Sitz bis zum Stück (laut Google Earth) 90 m.

Bild 2, erstes Damkalb. Genauere Betrachtung des Anschusses. Leider bin ich etwas weit hinten abgekommen, so dass es kein reiner Lungenschweiß ist, sondern eher eine Art Standardschweiß.

Bild 3, erstes Damkalb. Einschuß etwas weit hinten. Rippe zerschossen und etwas vom Darm angekratzt. Keine nennenswerte Verschmutzung im Bauchraum. LM: Einschuß fast zwei Handbreit zu weit hinten. Das ist mehr als ein bißchen. Wie sah denn die „nicht nennenswerte“ Verschmutzung im Bauchraum aus, grün?

Bild 4, erstes Damkalb Ausschußseite. Rechter Lungenflügel zerschossen, allerdings von einer Größe von 5cm. LM: Aha. sie trugen den Schuß also von spitz hinten an. Das läßt den Einschußort schon sinnvoller erscheinen, aber immer noch eine handbreit zu weit hinten. Der Pansen ragt aus dem Gescheide ind das Geräusch vor. Links lappt die Leber darum, so daß Sie die vermutlich mit beschädigten.

Bild 5, zweites Damkalb. Einschuß. LM: Seitenlage sehr gut. Einschlag genügend weit vom Blatt entfern und hoch, sehr hoch, so daß vermutlich ein Kraftstoß auf die Wirbelsäule das Kalb sofort fällte. Einbißchen höher und Sie hätten den wertvollen Rücken zerschossen.

Bild , zweites Damkalb. Genauere Betrachtung des Einschusses. LM: Wie gesagt an der Grenze zur Wirbelsäule.

Bild 7, Bild , zweites Damkalb. Ausschuß. LM: Viel zu weit hinten.

Bild 8, Bild , zweites Damkalb. Genauere Betrachtung des Ausschusses. LM: Wie sah es denn innen aus. Durch denRücken geschossen?

Bild 9, Bild , zweites Damkalb. Blick vom Stück zum Sitz (etwas weiter links von der Mitte). Ungefähre Entfernung (laut Google Earth): 100 -110 m.

Anregungen und Kritik über Herrn Möller gern gesehen. LM: Siehe oben!

Waidmannsheil und schöne Grüße vom Neuen Palais, an dem ich gerade meine Pause genieße,

LM: Hier ist das - oh, das war ja das alte Palais am Ernst-Thälmann-Platz. Da sollte der Bleischrott hin, auf den Müllplatz der Geschichte!

wünscht Stefan B., Donnerstag, 12. Februar 2009 14:39

9,3x62 GECO TMR

GECO spricht:

Hallo Hr. Möller,

anbei die Antwort von GECO zu der Streumunition :

Herr Mohr,

ich konnte Sie tel. nicht erreichen. Die genannten FZ stammen aus 2004 bis 2006. Die Präzision aus unseren Meßläufen war im Mitte bei 31mm. dies ist als gut zu bewerten. Bei der Fertigung 2004 wurde ein anderer Pulvertyp verladen. Möglicherweise ein Grund für die Treffpunktlageabweichung. Wir bemühen uns diesen Wert so gering wie möglich zu halten, letztendlich ist aber aus den einzelnen Läufen und Waffen auch mit höheren Abweichungen zu rechnen.

Mit freundlichen Grüssen und Waidmannsheil

Schnelle antwort: Alte Munition ☻! Ich bin gespannt wann die neuen Patronen hergestellt wurden und wie die dann streuen.

Alles gute, gute Besserung!

LM: Danke, jeder Zuspruch hilft!

MfG Michael Mohr, Freitag, 13. Februar 2009 17:57

Wandelbares Geco TMR

Hallo Herr Möller,

mit Anteilnahme verfolge ich die Erörterung um die Geco TMR, zu denen Sie ja Ihre Meinung klar äußern. Allerdings muß man faierweise feststellen, Geco bietet die TMR-Patronen in der 20er Packung auch als normale TM-Jagdpatronen anbietet.

LM: Ach, ändert ein Geschoß durch einen Aufkleber nun seine Eigenschaften?

Ich verwende seit etlicher Zeit das 11g Geco in .30-06 mit ordentlichen Ergebnissen auf Rehwild. Dabei fallen die Ergebnisse im Vergleich mit dem Lutz Möller KJG mit Sicherheit stark ab. Allerdings habe ich mich damals für dieses Geschoß entschieden, nachdem in der Pirsch 9/2003 eine große Anzahl von Jagdgeschossen in ihrer Wirkung bei Beschuß durch 4 cm Gelatine beurteilt worden waren.

Hierbei wurde das Geco TMR 11g in .308 folgendermaßen beurteilt: „Ein sogenanntes Billiggeschoss, das erstaunlich gut wirkt. Für Rehwild und nicht allzu schweres Hochwild gut geeignet.“ Insofern schnitt es in dieser Versuchsreihe nicht schlechter ab, als andere, teurere Teilmantel-Konstruktionen.

Waidmannsheil, W. Röhm, Mittwoch, 4. März 2009 21:34


Die Munition entscheidet

Hallo Herr Möller,

sehr angeregt stoberte ich auf Ihren Seiten gestöbert und möchte nun Ihr KJG in meiner 8x57IS versuchen.

Leider finde ich auf Ihren Seiten keine Preise, Bezugsquellen, so daß ich Sie bitte mir diese mitzuteilen. Ich denke ich kaufe dann doch lieber beim Erfinder selbst aber nicht von B. !

Ich hoffe damit gleichzeitig eine Schwierigkeit mit meiner schlecht schießenden Sauer 202,  die ich bislang nur einmal probehalber mit 8x57IS Werksladung von Geco ausprobiert, bzw. eingeschossen habe, auszuräumen.

Ein Schußbild hängt an. Das wundert mich bei dem „Qualitätsprodukt Sauer 202“ doch sehr. Ich habe den Lauf warm und auch kalt geschossen - Ergebniss ist das gleiche keine Verbesserung des Streukreises! Komisch, meine schlechtere Waffe Krieghoff ULM SS-BBF in 7x65R schießt Loch in Loch!

LM: Meist schießen Sauer 202 Büchsen genau. Aber vielleicht liegt das schlechte Schußbild ja an etwas anderem. Auf der Scheibe steht noch mehr, nämmlich . . .

LM: Hier stimme ich RWS ganz zu! Den Schützen drüfen wir dabeiallerdings nicht vergessen, denn der muß die Waffe ruhig inz Ziel halten, wenn er abzieht. Ohne das trifft die beste Muntion aus dem beten Gewehr auch nicht.

Die Waffe ist eine 202 Highland (Alu-System) mit kanneliertem 51cm-Lauf, EAW-Ringmontage und 2,5-10x56 Zenith FD7 - die Montage habe ich extra nochmal für ein Heidengeld beim guten BüMa nacharbeiten, prüfen lassen, da vorher die Verstellanzeige (Posicon) im roten Bereich war. ZFR ist neu, Waffe ist 3 Jahre alt, lt. Vorbesitzer nur 150 mal geschossen.

LM: Das klingt, bis auf den nicht eingerichteten Support, der das ZF schief sitzen lies, so das die Anzeige rot war, alles gut. Mit ihrem  guten „Heidengeld“ ist das ja nun behoben, so daß eigentlich alle Vorraussetzeunge voleigen, nun mit der Plempe einen „Heidenspaß“ zu haben, um mal den Ausdruck weiterzuführen.

Nett wäre, wenn Sie mir bei meines Störung helfen könnten, sofern eine Ferndiagnose die zuläßt.

LM: Oh, oh! Lies Waffe streut und Oh Schreck. Wichtig ist, alle Teile müssen belastbar fest zusmmengefügt sein. Jedes Klappergestell streut weit. Ihre 4x6 cm Streubereich liegen allerdings noch in einem BEreicht, der tatsählich munitionsbedingt sein kann. Hierfür gilt, was RWS schrieb „Die Munition entscheidet!“

Nachdem ich meinen Pulverschein nach § 27 SprengG vor 7 Jahren verfallen lassen habe (Neuerwerb ist im Gange), liegte eine vollständige Wiederladeausrüstung schon vor. Durch diese Waffe habe ich aber den Entschluß gefasst, nun doch wieder mit dem Stopfen zu beginnen. Ich hoffe es zahlt sich aus.

LM: Gewiß! Sofern bei Ihr Saueer alles fest ist, sien die die Ziele der Fingernagel auf 100 m, die Streichholzschachtel auf 200 m und der Bierdeckel auf 300 m. Ich rate versuchen Sie ohne ZF mit der offen Viserung auf die 25 m Pistolenscheibe zu schießen, um immerhine einen von mehreren möglichen möglichen Fehler auszuschließen. Berichten Sie mal. Das gilt auchfür den Rest Geco Munition, so denn noch einer vorhanden ist.

Besten Dank im voraus.

Beste Grüße und Waidmannsheil, A. E., Montag, 24. Januar 2011 20:29

Staunen

zu: Die Munition entscheidet

Geco Target Munition 8x57IS

Hallo Herr Möller,

ich staune bei manchen der Schussbilder immer wieder, wie die Einschüsse auf der Scheibe aussehen. Mit welchen Geschossen von Geco im Kaliber 8 mm wurden denn die Schusslöcher erzeugt?

LM: Geco hat doch in demKaliber nur eines, oder irre ich da.

Mit freundlichen Grüßen, H. Beier, Dienstag, 25. Januar 2011 19:17

Ja Herr Möller,

da irren Sie ein bißchen. In 8 mm (8x57IS-IRS) verladen die das 12 Gramm TM.

LM: Wieso irre ich? Nichts anderes behauptete ich je!

Harald B., Dienstag, 25. Januar 2011 20:11
 

Scheibenmunition

hat, nur weil sie billig ist, auf der Jagd nichts zu suchen!

Sehr geehrter Herr Möller,

ich habe gerade den Bericht zu den Geco-TM gelesen. Anfangs verschoß ich diese ebenfalls aus meiner Sauer 202 (9,3x62). Die beschriebenen Präzisionsprobleme traten bei mir nicht auf. In meinem damaligen Umfeld wurden die Patronen durchweg auch zur Jagd genutzt, . . .

LM: Dafür ist die nicht bestimmt. Das sind Patronen für Zielscheiben.

. . ., so dass ich damals keinen Grund sah, dies nicht auch zu tun. Bei den ersten Sücken gab es auch keine Störungen. Doch im Mond beschoß ich einmal einen Frischling an der Kirrung, Entfernung 30 m. Bilder habe ich leider keine. Das Stück stand etwas spitz zu mir. Ich hielt vorne am Blatt an und schoß. Darauf flüchtete die Sau flüchtete.

LM: Das Kenne ich von Winchester Silvertip: 200 m Flucht ab Kirrung 25 m vorder Nase!

Bei Schüssen auf das Blatt war ich das nicht gewohnt. Am Anschuß fand sich eine Mischung aus Schweiß, Mageninhalt und Losung. Nach etwa 1 ½ h ging ich mit meinem Wachtelhund zur Fährte, die er gleich annahm. Nach etwa 120 m zügiger Suche gelangten wir zu dem etwa 20 kg schweren Frischling, der noch lebte! Ich fing den Frischling ab und war etwas verwundert, daß die kleine Sau nach einem Treffer mit der 9,3 nach dieser Zeit noch lebte.

Beim Aufbrechen stellte sich dann folgendes heraus: Das Geco-TM-Scheibengeschoß traf die Schulter, anstatt aber hinter dem Blatt auf der anderen Seite auszutreten, lenkte das Blatt das Geschoß abgelenkt, ging nach hinten durch das Gescheide und drang zwischen den Keulen aus der Bauchdecke wieder aus. Die Lunge war nicht verletzt und obwohl in der Sau fast alles hinüber war, konnte sie mehr als 1,5 h überleben. Nach dieser Erfahrung bin ich dann auf das Lutz Möller KJG umgestiegen. Da gibt es solche Erschinungen nicht.

LM: Nein, meine Geschosse durchdringen sowohl Hindernisse wie auch Ziele gewollt schulterstabil schnurgeradeaus. Siehe Afrikaversuche 2008 und Diagonalschuß. Auf die von mir bestimmte Wirkung und Eindringtiefe nach den angegeben Daten können Sie sich verlassen.

Egal, ob man sich für das Lutz Möller KJG oder eine anderes Jagdgeschoss entscheidet, Scheibenmunition hat, nur weil sie billig ist, auf der Jagd nichts zu suchen!

LM: Richtig!

Mit freundlichen Grüßen, F.W., Dienstag, 25. Januar 2011 22:20

Gutes Geco Scheibengeschoß

Über das Geco Scheibengeschoss kann ich nur uneingeschränkt Gutes berichten, nämlich was seine Präzision als Scheibengeschoß angeht. Aus meinem .308" Winchester Steyr-Stutzen lieferte es stets hervorragende Streukreise. Für mich sind das bei 5 Schüssen 2,5 - 3 cm.

LM: Das Ziel sind der Fingernagel auf 100 m, die Streichholzschachtel auf 200 m und der Bierdeckel auf 300 m für gute Jagdmunition.

Erwähnenswert ist noch, daß selbst bei verschiedenen Losnummern kaum Treffpunktabweichungen zu verzeichnen waren.

Als Scheibenpatrone ist das Geco Scheibengeschoß uneingeschränkt zu empfehlen!

Freundliche Grüße, Gerhard Bahmer, Mittwoch, 26. Januar 2011 08:11

Geco Mantel verloren

Hallo Lutz,

zu Deinem Ansinnen Beiträge zum Geco TM Berichte zu liefern, kann ich Dir eine Anekdote aus 2010 liefern. Letztes Jahr hatte ich meine R 93 in .308" W. beim Büchsenmacher, der das Gewehr mit Geco TM Scheibenpatronen einschoss. Da ich keine Zeit mehr zum Umschießen auf Lutz Möller KJG hatte, bin ich ausnahmsweise (und ausgerechnet) am Tag des Finales der Fußball WM damit zur Jagd gegangen. Am Getreidefeld auf einem Bock sitzend, dauerte es nicht lange, bis zwei Überläufer von rund 40 kg aus dem benachbarten Rapsfeld auftauchten. Auf 80 m beschoß ich einen der beiden, wobei der Widerrist etwa 20 - 25 cm aus dem Getreide ragten. Mein Anhaltepunkt war dabei die Getreidekante, da ich unbedingt einen Krellschuß vermeiden wollte. Der Schuß brach, das Schwein kreischte und die Bühne war leer!

Das war natürlich die totale Sch . . . ; ein kreischendes Schwein ist immer schlecht! Den Anschuß hatte ich schnell gefunden, da es noch hell war und ich vor der Schußabgabe die Entfernung mit Laser gemessen hatte. Leider fand ich keinen Tropfen Schweiß. Was tun? Telefonieren. Hund mußte her. Wir habe noch 1,5 Stunden gesucht. Der Hund war übrigens völlig desinteressiert und zum Schluß fand ich um fast 90 ° abgelenkt auf einer Traktorspur 10 m vom Anschußpunkt entfernt, den kompletten, „unbefleckten“ Mantel des TM Geschosses (siehe Bild).

Unbefleckter Geco TM Mantel 10 m vomAnschuß

Damit war uns klar, das Geco Scheibengeschoss hatte sich offensichtlich vor dem Auftreffen auf das Ziel, im Getreide komplett zerlegt hat und das Schwein hatte lediglich den schrotkorngroßen Splitterschauer abbekommen! Nach dem Abmähen der Felder wurden auch keine Überreste eines Kadavers gefunden. Das war natürlich nicht so toll und ich habe nie wieder mit dieser Munition auf Wild geschossen.

LM: Wie anders dagegen mein KJG durch Hindernisse und Zweige!

Das folgende zweite Bild zeigt übrigens zwei Lutz Möller KJG-Reste, die ich aus einem 110 kg Keiler geborgen habe, den ich im Oktober 2009 geschossen hatte.

KJG-Reste

Der stand bei Vollmond auf 90 m an der Kirre auf freiem Feld. Die erste Kugel drang 10 cm hinter dem linken Blatt ein und befand sich unter der Schwarte der rechten Keule.

LM: Wieder mal ein Diagonalschuß!

Da der Keiler durchstartete, als hätte ich in die Luft geschossen, lud ich meine 9,3x64 blitzartig durch und konnte dem davon eilenden Keiler noch einen „texanischen Herzschuß“ antragen. Die Kugel drang 3 cm unterm Waidloch ein und fand sich beim Aufbrechen in der Kammer. Das ist der Restbolzen mit der Fahne).

LM: Die erste KJG-„Fahne“, die ich sehe.

Ich weiß, das klingt wie Jägerlatein, schwöre aber, das ist tatsächlich so gewesen!

LM: Warum auch nicht!

Das Schwein lag etwa 160 m von meiner Kanzel entfernt, 40 m vor´m rettenden Schilf. Gott sei Dank hat er sich erbarmt und mir eine gefährliche Nachsuche im Schilf erspart. Als ich die Waffen (18,5 cm) sah, ist mir das Herz in die Hose gerutscht, mein lieber Mann, war das ein Anblick! Ja, schließlich und endlich, die beiden KJG-Splitter links stammen von meinem ersten Treffer. Die hat meine Frau aus dem Fleischwolf gepuhlt. Das waren übrigens die bisher einzigen Splitter eines Lutz Möller KJG, die ich in einem erlegten Tier gefunden habe.

LM: Mit üblich 8 cm Fleischleistung schießen KJG-Splitter auch aus. Die anderen leigen bei Lungenschüssen halt irgendwo im gebläuten Geräusch, das verworfen wird, oder aber der Hund frißt, der das auch beruhigt darf, da kein Blei ihn vergiften wird.Mehr dazu siehe Vergifteter Hund Bruno!

Gruß Rainer R., Mittwoch, 26. Januar 2011 13:22

Vorsicht! Lutz,

rohes Schweinefleisch sollten Hunde nicht fressen. Wenn sich der Hund an aujeszkyscher Krankheit (Pseudowut) infiziert, geht er in jedem Fall „über den Jordan“, auch wenn vorher mit Kupfer geschossen wurde.

Waidmannsheil von Rainer, Mittwoch, 26. Januar 2011 15:43

Blei ins Hirn

Hallo Herr Möller,

ich schieße schon sehr sehr lange das Geco Teilmantelgeschoss in 30-06. Die Präzision ist OK und bei richtiger (meiner) Zielwahl (nämlich Kopf) wirkt das Geschoß einwandfrei. Das Stück fällt am Anschuß und alles Wildpret bleibt geschont.

LM. Das mag ja sein, aber schränkt Sie doch ein.

Auf Drückjagden schieße ich es immer noch, weil ich Ihre Geschosse für weite Schüsse und für Wild das ich esse benutze und nicht für Fremde.(Kostengründe)

LM: Klar. Selber zu essen macht fett!

Vor Weihnachten konnte ich an 2 Wochenenden noch 2 Stück Rehwild beim Pirschen mit Kopfschuß und Geco Munition strecken.

LM: Rehe sind klein und weich. Sie sterben leicht.

Dafür ist das Geco Geschoss zu gebrauchen und kontaminiert nicht das Wildbret mit Blei. Man braucht das Bleigeschoß nicht zu verteufeln,es wirkt bei richtiger (meiner) Zielwahl auch mit Blei.

Waidmannsheil,K.G., Mittwoch, 26. Januar 2011 17:34


Wieder so ein Kunstschütze mit Geco

Hallo Lutz,

da (Blei ins Hirn) kommt wieder so ein Kunstschütze mit Geco, wie schön! Da möchte ich wirklich mal wissen, wie viele von den ausschließlichen Kopfschüssen tatsächlich liegen und wie viele mit abgeschossenen Unterkiefer im Wald elendlich verrecken. Klar, gebrüstet wird sich natürlich immer mit dem Erfolg, das was nicht geglückt ist, wird verschwiegen.

Ich war im Januar auf einer Drückjagd. Da habe ich mindestens 60 Schüsse gehört. Auf der Strecke lagen aber nur 7 Schweine, zwei Füchse und ein Marderhund. Der Rest waren sicherlich Freudenschüsse. Das jeder Kopfschuß, vor allem beim Reh, was oftmals mit dem Kopf sehr spontane Bewegungen macht, ein Volltreffer wird, kann mir niemand erzählen. So viel Erfahrung habe ich mittlerweile auch und kann die Fähigkeiten der allermeisten Waidgenossen gut einschätzen. Die Allermeisten verschießen im Jahr keine Schachtel Munition. Den Rest kann man sich denken.

Waidmannsheil von Rainer, Donnerstag, 27. Januar 2011 08:43

Blei im Hirn und anderswo

Hallo Herr Möller!

Ich bin lange schon ein Fan Ihres überaus lebendigen Netzplatzes! Ich finde es gut, daß Sie dort nicht immer auf einzelne örtlich gültige Gesetze, z.B. betreffend die Ziehlwahl und die Munitionswahl Rücksicht nehmen. Auch stört mich nicht, falls im einen oder anderen Erfahrungsbericht „Jägerlatein“ verzapft wird. Das kann der Leser m.E. ganz gut beurteilen. Es gibt aber auch Beiträge, die ich weggelassen hätte. Ich finde es im Interesse der Jagd schädlich, wenn Beiträge aus Verbrauchersicht (= nichjagende Wildpretverzehrer) eine schlechtes Image der Jagd, genauer des Wildprets suggerieren wie der Beitrag Blei im Hirn des Herrn K.G.!

Zitat K.G.: „Auf Drückjagden schieße ich es immer noch, weil ich Ihre Geschosse für weite Schüsse und für Wild das ich esse benutze und nicht für Fremde.(Kostengründe)“

Herr G. findet es offenbar okay, seinen Mitmenschen Blei ins Essen zu mischen, daß er selbst dort nicht haben möchte. Das finde ich asozial!

WmH und guten Appetit! J. Eikenbusch , Donnerstag, 27. Januar 2011 10:43

Ich bitte um Geschichten und Bilder zu Geco Büchsengeschossen, Lutz Möller, lm@lutz-moeller-jagd.de

unsäglich viele Kunstschützen

Weil es so unsäglich viele Kunstschützen gibt (siehe statt aller nur „Blei ins Hirn“), wird bei mir auf Bewegungsjagden kein Raubwild mehr freigegeben.
Das verbessert das Verhältnis Schüsse zu Strecke ungemein.

Gruß, Dr. Peter Kremer, Donnerstag, 27. Januar 2011 18:13

Schelte erwartet

Hallo Herr Möller,

Ich wußte, daß mein Beitrag Blei ins Hirn Schelte hagelt und der deutsche Jäger wieder mit dem erhobenen Zeigefinger dasteht. Zu Ihrer Äußerung „das schränkt sie ein“, entgegen ich , das Haupt ist im Gegensatz zum Rumpf meistens frei. Bei den erwähnten 2 Stücken Rehwild vor Weihnachten die ich beim Pirschen erlegen konnte,blieb mir keine andere Zielwahl da sie nach einer Flucht kurz verhofften und mir, mich anäugend, den Spiegel zeigten.

Wenn ich mir meines Schusses nicht sicher bin, bleibt der Finger gerade, soviel Achtung gegenüber dem Wild verlange ich mir ab!

Den Text von Herrn Eikenbusch Blei im Hirn und anderswo kann ich nur belächeln, frage mich wieviel von 50 Schützen bei einer Drückjagd bleifrei schießen. Sind die Bleischützen deshalb asozial? Zumal bringe ich als Schütze einer Drückjagd das Wild nicht in den Verkehr, das macht der Beständer. Ist er asozial weil er nicht bleifrei vorschreibt?

Waidmannsheil,K.G., Donnerstag, 27. Januar 2011 16:42

Falscher Geiz schadet uns allen

Moin Lutz,

Zu Geco und Blei ins Hirn, sei folgendes erwähnt! Auch die Schützen, die hier Andere reglementieren wollen, werden wohl nicht ganz fehlerlos, jeden Schuß in die zehn anbringen, auch nicht mit Kupfer! Sonst bräuchten wir ja keine Nachsuchegespanne. Aber derartige Aussagen, die Du hier veröffentlicht hast, wie:

Zitat K.G.: „Auf Drückjagden schieße ich es immer noch, weil ich Ihre Geschosse für weite Schüsse und für Wild das ich esse benutze und nicht für Fremde. (Kostengründe)“

schaden eindeutig der Jagd! Der so geizig ist nicht das Geld für ein ordentliches Geschoß aufzubringen, sollte der Jagd fern bleiben! Wir wollen doch ALLE gutes Wildbret essen. Wir schulden unseren Kunden, unbelastetes Wildbret anzubieten, denn Jagdgegner sind wachsam und nutzen JEDE Gelegenheit, der Öffentlichkeit Schechtes über die Jagd näher zu bringen!

Auch habe ich erlebt, daß bei einem Sauenansitz, nachdem keine Sau aber ein Fuchs in Anblick kam, hinterher die Aussage gemacht wurde, ich schieße doch mit meiner teuren Munition (Geco-Teilmantel) keinen Fuchs! Oder: ein alter Förster sagte mal zu mir, nachdem ich ihn auf die Fuchsjagd angesprochen hatte, „die Füchse tun mir nichts und ich tue denen nichts“! Dabei hatte er wohl vergessen, Rehkitze und Junghasen usw. stehen auf der Lieblingsspeisekarte der Füchse.

Die Verschiedenheit der Mentalität ist wohl nirgends größer als bei uns Jäger!

Waidmannsheil Albert Jordan, Donnerstag, 27. Januar 2011 18:33


Blei im Hirn und kein Ende . . .

Hallo Lutz,

ich möchte hier nochmals zu den Schwierigekeiten der Kopfschüsse nachlegen.

Ich stimme der Meinung „Falscher Geiz schadet uns allen“ von Albert Jordan im Großen und Ganzen zu. Allerdings möchte ich mich nicht als Regler mit erhobenen Zeigefinger gesehen wissen. Als erstes gebe ich zu, ich stelle in der Jägerschaft die unterste Sprosse der Leiter dar. Ich besitz kein Revierer, habe nicht mal einen Begehungsschein. Dort ich jage, jage ich bei Freunden, die mir die Möglichkeit als Gast einräumen. Gerade diese Tatsache gebietet mir, mich volkommen sauber und richtig zu verhalten. Ich behaupte von mir, ein guter Schütze zu sein. Das heißt aber auch, ich bin kein sehr guter Schütze bin, da mir ganz einfach die Übung fehlt. Wenn ich nach einem dreiviertel Jahr mal wieder ein Schwein sehe, habe ich 200 Puls und das Jagdfieber quält mich.

Aus dem Wissen heraus, selbst wenn alles bestens verläuft, kann noch eine Menge Mist geschehen (siehe geplatzte Geco vorm Ziel) oder selbst auf Deinen Seiten hier steht irgend wo, dein Lutz Möller KJG eine „hinreichende Präzision“ für den jagdlichen Einsatz, nämlich einen Schußkreis von 30 mm auf 100 m bietet.

LM: . . . ohne jegliche Arbeit an der Ladung mit geschüttetem Pulver. Eine ausgearbeitete gewogene KJG-Ladung schießt auf den Punkt! 

Man sitzt ja jagdlich nicht wunderschön auf einem Sessel und bettet die Kanone auf Sandsäcken und kann den Ellenbogen auflegen und hat alle Zeit der Welt. Manchmal bläst der Wind und die Kanzel bewegt sich . . .

LM: Wenn der Wind im Walde jagt, den Jäger lang Weil plagt! Dann bleibst´e zu Haus!

Ja  - und man glaubt es kaum - das Wild bewegt sich plötzlich eine unerwartet. Wenn man alle diese Unwägbarkeiten zusammenzählt, habe ich jetzt noch gar nichts von dem ganzen Murks geschrieben, den Wiederlader verbocken. Hülsen einer Patrone werden ohne Rücksicht des Herstellers auf den Schießständen aus der Abfalltonne geklaubt. Die Masse rührt nicht, der Inhalt den ihre Hülsen überhaupt haben, kennen die nicht. Hauptsache alles ist billig!. Dann kann sich jeder selbst ausrechnen, wie sicher ein Schuß auf ein Ziel mit der Größe eines Tennisballs (Hirn des Rehs) ist, wenn ich die Möglichkeit auf ein handballgroßes Ziel (Kammer des Rehs) oder gar einen Medizinball (Kammer eines Hirsches) zu schießen.

Auf die Blei- oder Kupfer-Frage will ich mal gar nicht eingehen. Sicher werden mehr als 90 % der Jäger nach wie vor Bleig verschießen. Aber schließlich und endlich sollte jeder Jäger bestrebt sein, ein sauberes Geschäft abzuliefern. Ich melde meinem Jagdausübungsberechtigten jeden Schuß, den ich abgegeben habe. Das muß der Revierbesitzer niemandem. Jagdgegner vertreten die Meinung, 40% des Wildes wird nur angeflickt, dann stümperhaft nachgesucht und das Tiere nicht waidgerecht getötet würden. Das werden viele nicht gerne hören, YouTube ist aber voll mit derartigen Beiträgen und ich meine, solche Jagdgegner und die Pseudotierschützer bekommen durch das Brüsten dieser vermeintliche Kunstschützen, Wasser auf ihre Mühlen. Der halbwegs ein bißchen Sachverstand hat, weiß, die Fehlerquote bei Kopfschüssen ist enorm hoch.

LM: So? Mein finnischen Freunde schießen die Weißwedelhirsche seit Jahrzehnten am Ansitz fast ausschließlich auf den Kopf - und treffen!

Ich kenne Berufsjäger, die würden jeden, der ein Stück Wild aus seinem Revier mit Kopfschuß abliefert, lebenslänglich die Jagd in seinem Revier verbieten - ich verstehe das.

LM: Ich nicht!

Die Veröffentlichung solcher Geschichten führt nämlich dazu, daß auch der letzte Schlumpschütze seine Hemmungen verliert und dem ewig spitz stehenden Rehlein dann auch mal das Köpfchen vom Träger schießen möchte.

LM: Das kenne ich aus eigener Erfahrung. Schmalreh im Getreide - damals noch mit Blei, da ich nicht wie heute mit meine Lutz Möller KJG durch das Getreide schießen konnte (sieh dazu Hindernisse und Zweige), Trägerschuß trennet Kopf vom Rumpf. Oder 2001 in Afrika:

„Nun stecken dort im Gras überall Ducker und Steinböcke. Nein, nicht die großen Alpenkönige aus himmelsnahen Höhen, sondern nur halb rehgroße kleine Hornträger, die oft ihr Haupt neugierig aus dem Gras emporrecken, um zu äugen und dann wieder in ihrer Deckung, dem Gras, zu verschwinden oder abzuspringen und dann ganz zu entschwinden. Als alter Rehjäger wollte ich also wissen, ob ich nur noch pferdegroße Tiere anflicken könne, oder auch noch einen genauen Schuß ins Kleinziel setzen. Steinböcke sind klein! Günstig ist, sie äugen meist eine halbe Minute oder so ganz still. Auf einem Heimweg sah ich dann oben vom Pirschwagen am Wegesrand solche kleinen Grasschlüpfer. Bis ich meine Meldung zum Fahrer durchbrachte und die Fuhre stand, war der allerdings schon wieder weg. Wir warteten. Dann tauchte gute 50 m entfernt sein Haupt aus dem Gras auf. Der Wagen stand. Ich saß oben. Nach der leidvollen Spießbockerfahrung war mein gewohntes Glas wieder auf der Büchse. Der Steinbock trägt Hörner. Die Trophäe sollte heil mit. Also verbot sich auf den Kopf zu schießen. Wo der Leib steht, bleibt im Gras verborgen. Also, wenn ich den Bock haben wollte, mußte ich genau unter das Haupt auf den dünnen Träger zielen. Auf dem Bild sieht der von der Seite zwar bald handgelenkdick aus, aber von vorn bietet sich nur noch das halbe Ziel - ein wirklich kleines Ziel, auch wenn es nur 50 m weg war. Mein Bewußtsein war schon längst nicht mehr gefragt. Das wäre viel zu langsam. Auflegen, Ziel fassen, einstechen, abziehen waren eines. Dann lag er mit sauberem Trägerschuß auf ein 4 cm breites Ziel nur etwa 1cm außermittig. Das gefiel! Der Steinbock war mein Seelentröster. Ohne zu überlegen, gelang mir mit dem gewohnten Glas mein alte Fertigkeit wieder zu erwecken - süße Wonne! Zu lernen wäre draus, daß man sein gewohntes Gerät zwar in einer ungewohnten Umgebung schwieriger, aber doch erfolgreich nutzen kann. Ungewohntes Gerät in ungewohnter Umgebung zu nutzen, leitet in den Untergang! Dabei sei noch mal deutlich hingewiesen, daß Jagd nur mit Jagd verglichen werden kann. Den Schießstand mit der Jagd zu vergleichen, haut nicht hin. Wie sagte mein Führe noch so richtig zu guten Papiertigern, die im Feld versagten ,,Das Problem liegt darin, daß dem Wild eben keine Scheiben aufgemalt sind!" Aus leidvoller Erfahrung stimme ich seiner Erkenntnis ganz zu. Europäischer Hochmut fällt in Afrika.“

Schließlich und endlich, ist die Haltung des beschriebenen Försters von Herrn Jordan für mich  nachvollziehbar: Fuchs frist Forstschädlinge, wie Hasen, Rehkitze und Mäuse = nützliches Tier. Siehe ÖJV. Alles logisch, oder? Jungs, geht in Euch, wer schon schreibt, dass er auf 450 m einen Hirsch geschossen hat, der sollte auch dahinter schreiben, wie oft er daneben gesemmelt hat und wie groß die Wahrscheinlichkeit ist, daß angeflicktes Wild nicht gefunden wurde. Wenn ich mir überlege, wie schwierig es oftmals ist, den Anschuß eines auf 60 m beschossenen Tieres in der Dämmerung zu finden - auf 300 m ist das so gut wie unmöglich! Am Besten, erzählt das an eurem Stammtisch, da weiß jeder, daß es Jägerlatein ist - die Jagdgegner glauben den Scheiß!

Waidmannsheil von Rainer R., Freitag, 28. Januar 2011 20:18

Rätsel um vergammeltes Laufbündel

Guten Abend Herr Möller,

im Frühsommer ist mir das Laufbündel meiner Heym BBF nach der Verwendung folgender Zutaten so angefault,  daß ich ein neues anfertigen lassen mußte.

Munition 9,3x74R, 12/70
Geschoß: KJG
Pulver: Norma 200
Zünder: CCI
Hülse: Geco

Waffe geschossen und  Wochen im Schrank stehen lassen, nicht durchgewischt wie üblich. Im Schrank blühte der Lauf förmlich auf. Sozusagen ein „Finale Grande di porca miseria“.

Mit der Bleimunition GECO 16,5g TMR (Reibpaarung ungünstig!) gab es zuvor nie Probleme. Der Lauf wurde alle 20 Schuß mit Hoppes No9 Benchrest behandelt und war bis auf etwas Vorweite in Ordnung. Der wurde in meinem Beisein im Werk bei Heym geprüft.

Jetzt würde ich gerne etwas Ursachenforschung betreiben, um solche Investitionen, die nicht in der Schnäppchenklasse liegen, künftig zu vermeiden. Ist Ihnen etwas bekannt, das die o.g. Kombination schon mal solche Auswirkungen hatte, oder haben Sie eine Idee warum gerade diese Laborierung zum Rostfraß führte?

Viele Grüße, O. Schönberg, Dienstag, 25. Oktober 2011 23:00

Tag Herr Schönberg,

an den Zutaten kann ich keinen Grund für das Beobachtete erkennen. Aber wie sieht es denn mit dem Standort aus?  Könnte dort kondensierende Nässe aufgetreten sein?

Waidmanns Heil, Lutz Möller

Gönne Dir Munition der Lutz Möller GmbH vom Erfinder selbst.

Du wirst keine bessere finden.

Mjölnir