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RWS Bionic

RWS Bionic Patronen

RWS Bionic .30-06

Hallo Herr Möller,

Ich habe noch ein paar Fragen an Sie und würde mich über eine gelegentliche Antwort freuen:

Haben Sie schon etwas von den neuen bleifreien Geschossen von RWS, dem sog. BIONIC gehört. Können dieses vielleicht bereits auf seine (UN-) Tauglichkeit beurteilen? Im Anhang übersende ich ihnen eine Darstellung des BIONIC von RWS. Es gibt zwei verschiedene: Ein schwarzes und ein gelbes. Wobei das gelbe für kleineres Wild (Rehwild) bestimmt sein und taugen soll, das schwarze für stärkeres Wild. Den Zeichnungen der Werbung (von deformierten, zerlegten Geschossen) nach ähnelt das gelbe etwas ihrem KJG: Es bringt einige grobe Splitter und es verbleibt ein Bolzenstumpf. Das schwarze erinnert eher an die Aufpilzung des Lapua Naturalis (die, wie sie bereits erörtert haben, in der Praxis nicht wie versprochen funktioniert, sondern auch das Naturalis splittert).

Fraglich ist für mich bereits schon wie solch unterschiedliche Wirkungen mit zwei Geschossen erzielt werden soll, die sich in ihrem Aufbau bis auf eine sogenannte „Schockrille“, und einer geringfügig anderen Hohlspitze absolut gleichen. Auch bringen die sog. „Entlastungsrillen“ wohl kaum eine Entlastung im Gegensatz zu den schmalen Führbändern des Lutz Möller KJG. Hier ist man bei RWS den umgekehrten Weg zu den Führbändern gegangen und hat das Geschoss an 3 Stellen durch Rillen im Durchmesser verringert; also praktisch das Negativ zu den Führbändern. Da mir scheint, daß Sie gute Kontakte zur RUAG Ammotec AG haben, wissen Sie vielleicht auch etwas über die angeblich so gute und bewährte CuZn-Legierung, aus der die Geschosse sind und könnten etwas zu deren Eignung schreiben.

Maximilian Diefenthäler, Mittwoch, 14. September 2005 12:26

RWS Bionic

RWS-Werkbild

RWS stellte auf der IWA 205 zwei bleifreie Jagdgeschosse.vor. Prüfen wir mal den Gehalt der Werbaussagen in Schein (Werbeaussage) und Sein (Tatsachen)gegenüber:


Schein


Sein

Bionic Black

Da RWS als Spezialgeschoßhersteller, mit je besonderer Munition für fast jedes Tier, hier zwei äußerlich ähnliche Geschosse anbietet, markiert RWS farbig, um zu können.

Das bleifreie Defor-mationsgeschoß

Bleifrei ist der Tribut an den Zeitgeist. Als Deformationsgeschoß kommen gewisse kaltumformbare zähe Werkstoffe in Frage, die gemeinhin mit Tombak umschrieben werden. MEN baut daraus seit Jahrzehnten Deformationsgeschosse ohne modisch Plastikkappe, die das Versprochene liefern.

Außergewöhnliche Präzision.

Da keine Zahlen genannt werden, ist die Werbung nutzlos.

Überzeugende Tiefenwirkung

Leider bietet RWS auch die Tiefenwirkung keine Zahlen an, obwohl das möglich wäre. Poncelet leitete die Differentialgleichungen für die Tiefenwirkung vor bald 200 Jahren her. Die muß man als Fachmann inzwischen kennen.

100 % Restgewicht

Nun kommt mal eine Zahl! Also soll das Geschoß unter keine Umständen splittern. Das verspricht Lapua für sein Naturalis auch, aber die Wahrheit sind Restgewichte bis runter zu nur 71 %. Von der Farbe unterscheiden sich Lapua (Kupfer) und RWS (Tombak) im Werkstoff, so daß RWS hier die glaubwürdigere Angabe für volle Restmasse bietet, besonders bei den sehr bummeligen Geschwindigkeiten der RWS-Bionic-Patronen, siehe unten die Flugbahnen für .30-06 und .308" W. in Bionische Aerodramatik, oder die Trauer über die verlorene Geschwindigkeit.

Action Tip

Plastekappe auf deutsch, nämlich um das "Black" Deformationsgeschoß vom Teilzerlegungsgeschoß "Yellow" zu unterschieden.

Biangular (zweifach gewinkelter) Wirk- raum

Kugel mit und ohne Hohlspitze im Ziel ( Druck rot)Beim Deformationsgeschoß drückte der Staudruck die Spitzenwand auseinander, beim Splittergeschoß sprengt er die. Das Fleisch benetztet den Geschoßschaft nie, der fliegt im Wasserdampf, siehe Skizze rechts. Was genau geschieht bestimmen Geschwindigkeit, Gestalt (Hohlspitz- durchmesser und -Wandstärke) und Werkstoffeigenschaften. Im Übrigen „wirkt“ auf das Ziel die benetze Frontfläche. Näheres siehe bei Zielwirkung und Wirkungsquerschnitt.

Deformierendes Spezialmessing

Die meisten der in Frage kommenden Werkstoffe sind genormt, früher DIN, heute EN oder ISO, also normal, nicht spezial. Gleichwohl mag RWS ein eigene Legierung bezeihen. Die in der Werbung angesprochene große Menge RWS-Messingpolizeimunition läßt das möglich erscheinen.

Scharfrand

Was soll einS charfrand da hinten im Schattender einer fülligen Nase? Vorn, wie beim MEN-SFS, oder Brenneke TOG, bringt er Schnitthaar, aber da hinten im Schatten, wohl kaum! Ob der da für Pirschzeichen nützte, wage ich zu bezweifeln.

Performace Grooves (Entlastungs- und Gleitrillen)

Jedes Geschoß gleitet im Lauf längs in den Zügen gleitet, nicht in den Gleitrillen rund um sich herum. Insofern ist die Wortwahl unglücklich. Das Bionic ist aber kein reibungsarmes Führbandvollgeschoß wie das Lutz Möller Geschoß. Das Bionic kann also nicht den Anfangsdruck, gegenüber herkömmlichen ummantelten Bleigeschossen auf nur 150 bar senken. Beim Bionic sind eher leistungsmindernde 500 bar Anfangsdruck zu vermuten. Das sollte geprüft werden. Leider sind Muster schwer erhältlich.

Ballistische Kalotte

Wurfgemäßes Kugelschalenstück! ?

Bionic Yellow

Hier gibt's die gelbe Plastekappe
Das bleifrei Teilzerlegungsgeschoß

Also Splittergeschoß

Außergewöhnliche Präzision

Wie genau treffen die Dinger denn nun? Steht die Genauigkeit überhaupt in Frage? Gewöhnlich liefert RWS doch sonst auch gut Ware.

Extreme Schockwirkung

Kaum ein Wort wird unter Jägern so ungenau , wieder Begriff „Schock“, benutzt. Wie Tiere nach einem Treffer mit der gelben Plastekappe anders als beim schwarzen Deformationsgeschoß sterben bleibt verborgen.

Äußerst starke Wirkung hauchte ich dem 2005er 9,3 Zerstörer mit 461 m³/s WQ ein. Die schrecklichen Zerstörungen sind in Afrika 2005 beschrieben. Sie waren ein Irrweg zu kaputten Rehen, den keiner will, mit der Schlußfolgerung künftig Wirkungsquerschitte bei 200 - 250 m³ als vernünftigen Ausgleich zwischen schneller, anfänglicher Augenblickwirkung und mäßiger Zerstörung für gutes Wildpret anzubieten.

Wer will Extreme?

Ich erkläre in Zielwirkung, Wundwirkung und Wirkungsquerschnitt, in letzterem Aufsatz mit Zahlen, genau wie in Tiefenwirkung, wie Geschosse eindringen und wirken. RWS bleibt nachprüfbare Angaben schuldig. Zahlen zur Wirkung fehen. Für Lutz Möller KJG gebe ich alle notwendigen Daten an. Wenn man weiß, wie ein Geschoß funktioniert, kann man das.

Kurze Fluchtstrecken

Wie unterschiedet sich das schwarze nun vom gelben Bionic? Durch anderer, längerer Fluchtsrecken? Was ist der Preis? Mehr Zerstörung? vielleicht „Extreme“ Zerstörung, um einen RWS-Begriff zu gebrauchen? Bitte „Fakten, Fakten, Fakten, und an die Jäger denken!“, um mal die Focus-Werbung für uns zu wandeln.

Triangularer (dreifach gewinkelter) Wirkraum

Beim Gelben müssen schon drei Winkel ran. Warum? Man kann gute Hohlspitzgeschosse ohne drei Holspitzbohrungswinkel bauen. Oder gibt es dafür verborgene Gründe?

Schockrille

. . . schon wieder Schock! Gute Splittergeschosse lassen sich vollkommen ohne bauen. Wozu also? Oder ist die Rille eine „Wenn es dunkel wird, ich die Farben nicht mehr erkenne, doch noch Unterscheidungsrille?“

Fragmentierendes Spezialmessing

Zerlegendes Spezial . . . Für Messing ist die Neigung zu splittern üblich, siehe in Afrika 2005, Die Lehre, Kupfer oder Messing. Allerdings ergeben sich Schwierigkeiten mit der Schulterstabilsierung. Nun ist der Begriff Messing sehr weit, so daß auch Werkstoffe vorstellbar sind, die den Mangel nicht aufweisen. Man wird sehen, wenn Muster zubekommen sind.

Scharfrand Wieder zu weit hinter der fülligen Hohlnase!
usw. usf. wie gehabt
Green

Grün!

Entwicklungsauftrag

Ich vermute, RWS zielte Lapua Naturalis und Barnes X zu übertreffen, was nicht so schwer ist. Nun doch zwei Spezialgeschosse abzubieten widerspricht dem selbstgestellten eigenen Auftrag für unterschiedliche Jagdanforderungen nur ein Geschoß zu entwickeln.

Den Lauf schont vor allen Dingen ein gasdichtes (sind Lapua und Barnes nicht) und reibungsarmes Geschoß. Ablagerungen mindert man besser mit einem reibungsarmen Führbandvollgeschoß, weniger mit Messing. Gegen Lapua und Barnes mag ein Fortschritt zu verzeichnen sein, aber es geht besser, siehe siehe KJG mit Messungen.!

Dual-Tec-Prinzip ®

= Doppeltechnikgrundsatz ® ist das Gegenteil von Einheitsgeschoß. Der bekannte RWS-Grundsatz, für fast jedes Geschöpf eine eigene Munition anzubieten, zeigt sich auch hier wieder. RWS empfiehlt das Schwarze für großes Wild, aber das Gelbe für kleineres Wild. Damit muß der Jäger zwei Munitionen statt einer bevorraten. Verwechselungen werden wahrscheinlich. Im Dunkeln sind die Farben nicht zu erkennen. Seelenfrieden auf dem Ansitz bringt die Vielfalt nicht, sondern Zweifel. Die Qual der Wahl stört sauber zu treffen, weil sie ablenkt.

RWS widerspricht sich in seinem Auftrag für unterschiedliche Jagdanforderungen ein bleifreies Geschoß zu finden, indem es zwei Geschosse anbietet, bleibt damit seinem Spezialgeschoßgrundsatz treu. Sicher kann man man zwei zum Verwechseln ähnliche Geschosse baue, die annähernd auf denselben Fleck treffen. Besser hingegen wäre ein Geschoß zu bauen, mit dem der Jäger nicht nur einen Fleck treffen, sondern auch unterschiedliche Wildarten erfolgreich zur Strecke bringen kann. Dazu wären vollständige Datenblätter mit zugesichert Wirkung in Zahlen hilfreich. Sich in Preisungen wie „außergewöhnliche Präzision“ „überzeugende Tiefenwirkung“ „Extrem Schockwirkung“ oder „Ein Geschoß war gewollt. Zwei sind gekommen“ zu ergehen, hilft nicht weiter.

RWS Bionic drei mal

RWS Bionic .30-06

Bionische Aerodramatik

Der bionische RWS-BC ist mit 0,235 für ein 7,62 mm 10 g Geschoß genügt nicht um bis 300 waidgerecht m zu jagen. Vergleichen wir mal die Flugbahnen:


Patrone Geschoß Masse
[g]
Anfangs-druck
[bar]
Lauf-
länge
[mm]
V0
[m/s]
GEE
[m]
± 5 cm
Reichweite
[m]
Reich-weiten-verlust
[m]
V300
[m/s]
Bahn300
[cm]
.30-06 KJG 9,0 150 610 938 207 241 0 733 -18,1
CDP 10,7 500 610 858 186 214 -27 609 -30,2
TUG 11,7 250 610 837 182 218 -23 598 -32,3
Bionic 10,0 500 610 885 183 211 -30 538 -34,4

Das Bionic fällt in seiner Klasse am tiefsten. Wilhelm Brenneke konnte vor über 80 Jahren schon windschnittigere Geschosse entwerfen. Wir sehen, aus der .30-06 liefert das RWS Bionic nur noch magere 538 m/s V300. Da hält sogar gewöhnliches Blei noch zusammen, splittert nicht, deformiert nur. Aus der .308" W bleiben nach RWS Werksangaben gar nur noch 487 m/s V300 übrig. Von der „Extremen Schockwirkung“ und „Kurzen Fluchtrecken“ wird in 300 m bei bleistiftartiger Vollmantelwirkung nichts mehr übrig bleiben! RWS versuchte wohl mit biangularen und triangularen Wirkräumen“ der Aerodramatik der verlorenen Geschwindigkeit entgegenzusteuern, dem Bionic dennoch Öffnungs- und Wirkfreude anzuzüchten. Dabei ging die Aerodynamik dann vollends zum Teufel. Zu versuchen, einem zu langsamen Bionic mit aerodynamisch belastenden fülligen bi-, triangularen Hohlspitzerweiterungen mehr Zielempfindlichkeit beizubringen ist „von hinten durch die Brust ins Auge geschossen“, ein Teufelkreis, fürwahr. Mit vernünftigen Aerodynamik wären solche Hilfsmaßnahmen gar nicht nötig.

Lutz Möller, 14. September 2005,


Patrone Geschoß Masse
[g]
Anfangs-druck
[bar]
Lauf-
länge
[mm]
V0
[m/s]
GEE
[m]
± 5 cm
Reichweite
[m]
Reich-weiten-verlust
[m]
V300
[m/s]
Bahn300
[cm]
.308"W KJG 9,0 150 610 914 202 235 0 713 -20,2
TIG 9,7 250 610 895 191 220 -15 611 -27,8
CDP 10,7 500 610 830 179 207 -28 586 -33,9
Bionic 10,0 500 610 815 170 197 -38 487 -46,2

Erste Berichte zum Gelatinebeschuß trafen ein. Danach spricht das gelbe RWS 7,62 mm RWS Bionic Splittergeschoß in 4 cm Gelatine unter 800 m/s gar nicht an, wirkt also nicht gemäß Ankündigung mit „Extremer Schockwirkung“ sondern wie in Vollmantel. Das geschieht je nach Patrone bei der .308" Win also schon ab kurz nach der Mündung und bei der .30-06 ab 50 - 60 m! Das schwarze 7,62 mm RWS Bionic Deformationsgeschoß, deformiert zwar zunächst wie angegeben, aber ab 860 m/s Zielgeschwindigkeit bricht der Werkstoff an der Scharfrand genannten Kerbe ein, das heißt aus der.30-06 bei nahen Schüssen.

Lutz Möller, 20. September 2005,

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Schmalreh

RWS Bionic yellow Schmalreheinschuß schön hinter dem Blatt auf der Kammer, außen

RWS Bionic yellow Schmalreheinschuß schön hinter dem Blatt auf der Kammer, innen

RWS Bionic yellow Schmalreheinschuß schön hinter dem Blatt auf der Kammer, innen, Ausschnitt

RWS Bionic yellow Schmalrehausschuß hinter dem Blatt, außen

RWS Bionic yellow Schmalrehausschuß, außen, Ausschnitt grün!

RWS Bionic yellow Schmalrehausschuß, innen

RWS Bionic yellow Schmalrehausschuß, innen, Ausschnitt

G. A. 16. Mai 2008

Moin G. A.

das Bionic zerschoß dem Schmalreh vermutlich den Schlund, durch den Grünes aus dem Pansen in den Brustkorb lief. Das hat nichts mit dem Geschoß, nur mit dem Treffer zu tun.

Waidmannsheil, Lutz Möller,


14 kg Bock mit Bionic yellow

.308" Win. RWS Bionic, Bock 14 kg, altkrank, Unfall, 150 m, stark schonend aber zügig üb. breite Schneise, ließ sich nicht anpfeifen, sehr schnell geschossen schon fast im Bestand, Vorhalt stimmte - jedoch etwas tief, gezeichnet mit tiefer Flucht, weg im Bestand, keine Pirschzeichen mit Lampe zu finden, der kleine Hund freute sich sehr über die kurze Unterbrechung der Arbeitslosigkeit, lag nach ~ 30 m im dichtesten Zeug. Auffallend: nur kalibergroßer Ausschuß, hier hätte Teilmantel wahrscheinlich größeres Loch gemacht. Sehr starke Knochenzerstörung des Ellenbogengelenks und des Oberarms.

<<EinschussBock240508.JPG>>

Ausschuß und Verletzung

Herz und Lunge

Gruß und WH! G. A. Montag, 26. Mai 2008 11:37

Sax - Bionic

Hallo Herr Möller,

In meiner Sauer 202 war das Trefferbild mit RWS Bionic besser, als mit der Sax Eigenproduktion. Als Anfänger suche ich die Fehler natürlich bei mir selbst und die von Ihnen erwähnte Streichholzschachtel auf 200 m muß bei mir auf 50 m reichen - nicht schön, aber im Wald ausreichend. Keine Ladungsleiter geschossen, Munition „für alle“ ist ein Kompromiß,meine ich, Lauf bei meiner Sauer .30-06 nur 56 cm, all die Möglichkeiten, die an Waffe/Montage/Glas zuschlagen können und dazu ein durchschnittlicher Schütze - genug Gründe für mittelmäßige Ergebnisse.

Beim Wühlen in Ihrer Klemmerseite kam dann aber doch noch eine Frage - Patronen, die am Hülsenmund eine Fase aufweisen, sollen nicht sein. Ein unbekannter Wiederlader hatte Fotos geliefert. Ich habe aus dem Los, welches ich von SAX bezogen habe, ein paar Patronen fotografiert, die noch nicht im Patronenlager gesteckt haben.

Sax Eigenproduktion

Auch hier hat die Hülse eine Fase zwischen dem zweiten und dritten Führungsband. Die Hülsen sind auch unterschiedlich lang - oder die Setztiefe variiert. Wahrscheinlich soll das nicht so sein.

LM: Nö!

Es stellt sich die Frage nach der Zumutbarkeit in dieser Preisklasse. Da ich (noch) nicht wiederlade, kann ich schlecht Vergleichstests machen. Ich habe mir eine gute Waffe mit einem sehr guten Glas geleistet. Und ich möchte bei der Munition nicht sparen. Jagd ist kein Spiel. Ich weiß nur noch nicht, was bezüglich Qualität bei Munition „normal“ ist.

Wenn eine Antwort Ihr Verhältnis zu SAX belastet, dann gern per Mail, bleibt vertraulich.

LM: Nö. Wenn die nix ordentliches abliefern, belastet das mich doch nicht. Ich habe mit denen rein gar nichts zu schaffen.

Vielen Dank, viele Grüße und Waidmannsheil ...

CF., Freitag, 28. Januar 2011 21:23

Bionic Yellow

Hallo Herr Möller,

daß Sie Bildern zu erlegtem Wild mit Bionic Yellow suchen, habe ich zu spät gelesen. Die letzten Gelben sind verschossen. Der Jagdschein ist noch keine zwei Jahre alt - deshalb noch keine große Strecke. Per Text aber so viel - die 16 Rehe mit Bionic Yellow sahen mehr oder weniger genauso aus, wie die 4 Rehe mit dem Lutz Möller KJG (alles Kammertreffer). Teilzerleger in .30-06 kosten bei Rehwild inder Nähe offensichtlich ein bißchen Wildpret - dafür kommt man ohne Hund aus. Die Rehe wurden bis 100 m beschossen, die meisten um 50 m. Mit m/2 V quadrat und den angegebenen Geschwindigkeiten für das 8 g KJG komme ich beim Bionic und beim KJG grob auf vergleichbare Energien im Bereich bis 100 m. Rippen habe ich auch immer erwischt. Vielleicht sah es deshalb so ähnlich aus.

Zwei Sauen habe ich mit der gelben von RWS auf 20 m die Blätter zerlegt - nicht photogen, aber sehr wirksam. Wie gesagt, kein Hund und nach 8 Stunden Ansitz auch keine Kraft mehr für eine potentielle Nachsuche. Für einen Test war auch das keine echte Herausforderung (beide Sauen um die 35 kg).

Ich habe mittlerweile sehr wohl kapiert, wo der Unterschied zum Lutz Möller KJG liegt. Aber wer kurz schießt, vom Lutz Möller KJG nichts weiß (oder nicht laden will), kein Blei im Fleisch mag und waidgerecht töten will, der hat mit dem Bionic Yellow zumindest in .30-06 eine gute Patrone „von der Stange“.

LM: Aber mit KJG-Munition noch besser!

Viele Grüße, Waidmannsheil ... CF.,Donnerstag, 10. Februar 2011 22:30