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Hornady Lever Evolution

Munition für Unterhebelrepetierer

Hallo Herr Möller,

ich war wieder mal auf Ihrer sehr informativen Seite und möchte mal einen Erfahrungsbericht bzgl. des Lever Evolution FTX Geschosses von Hornady im Kaliber .444 Marlin geben. Im Netz kursieren ja Berichte über die schlechte Wirkung des Geschosses. Es sei zu weich, erzeuge keine Ausschüsse und der Mantel trenne sich zu schnell vom Bleikern. Erst wollt ich es nicht glauben, wurde aber dann eines Besseren belehrt. Seit Dez. 2010 besitze ich eine Marlin .444 SS, die ich mir speziell für die Drückjagden anschaffte.

LM: Zu großer Vorhaltewinkel für Jagd auf bewegtes Wild!

Natürlich kaufte ich dazu die neue Munition von Hornady.

Im Frühjahr kam ich nun endlich mal dazu die Waffe anzuschießen und war gleich begeistert von der sehr guten Schußleistung und dem ordentlichen Rums. Also damit raus ins Revier. Tatsächlich konnte ich beim ersten Ansitz eine schwachen Jährling erlegen. Sidhe Bild:

Ich beschoß ihn auf 70 m und er fiel im Schuß um. Mir fiel nur am Stück angekommen auf, daß im Baum, der hinter dem Bock stand, 2 Einschläge zu finden waren. Zwei Tage später erlegte ich einen Fuchs und 2 Frischlinge (2x 10 kg). Auch alles o.k. – sie lagen im Feuer. Beim Abscharten stellte ich jedoch bei einem Frischling fest, das der Geschoßmantel auf der Ausschußseite unter der Schwarte steckte - ? – bei so einem schwachen Stück!

Ich untersuchte nun auch den Anschuß des Fuchses und fand gar nicht tief im Erdreich den Geschoßmantel. Nun wußte ich auch, wodurch die 2 Einschüsse im Stamm entstanden waren!

Wieder 2 Tage später saß ich auf Sauen an und tatsächlich hatte ich Glück und konnte auf 35 m einen Überläufer beschießen. Nach dem Schuß herrschte Ruhe, kein Brechen zu hören – lag die Sau? Es war 23:30 Uhr und verdammt dunkel. Ich hörte nur ein Blasen in der Dickung, gar nicht weit vom Kirrplatz entfernt. Also entweder ging der Schuß vorbei oder die Sau war am Anschuß sofort verendet und die anderen wußsten nicht, was los war. Also runter von der Kanzel, aber an Anschuß lag keine Sau! Kein Schweiß, kein Schnitthaar – nix!

Am nächsten Tag war ich mit dem Hund vor Ort, der zeigte aber auch keine neuen Erkenntnisse, zumal in der Nacht noch einmal Sauen an der Kirre waren. Mein Jagdfreund rief mich an und berichtete, bei ihm seien um 1:30 Uhr 3 drei Überläufer am Kirrplatz gewesen. Da ich ja auch die Drei da hatte, ging ich davon aus, doch vorbei geschossen. Ich schob es auf das schlechte Licht und daß ich zu hoch abgekommen war, da die Rückenlinie sich in der Nacht ziemlich absetzte.

Leider wurde ich vergangene Woche eines Besseren belehrt. Ich erfuhr, im Nachbarrevier war , 450 m vom Anschuß entfernt, ein 40 kg schwerer Überläufer gefunden worden war. Er hatte einen Schuß hoch hinter dem Blatt und keinen Ausschuß! Das Stück war verludert. Ich beschoß es am 16. 8.. Am 23.8. wurde es von Pilzsuchern gefunden. Sie können sich vorstellen, daß ich nach diesem Erlebnis ziemlich niedergeschlagen bin und leider die Meinungen im Netz bestätigen kann.

Hornady hat ja jetzt „reagiert“ und neue Geschosse, das FP Interlock am Markt.

Mit freundlichen Grüßen, Th. Putz, Mittwoch, 14. September 2011 13:53

Hornady Evolution II

Lutz

Zur Zuschrift ueber das Hornady Geschoss ist zu bemerken, dass dieses Geschoss entwickelt wurde, den Roehrenmagazinen eine flachere Schussbahn und groessere Schussentfernung zu geben, als die alten Flachkoepfe das konnten.  Deshalb sind sie weich, da sie ja auf groessere Entfernung, 150-250 m, noch genuegend ansprechen sollen.  Zwichen die Rippen, machen die aus kuerzerer Entfernung aus der Lunge Mus (.450 Marlin auf Elch).  Auf Sauen sind die nicht gedacht, sondern auf Weisswedelhirsche.

Hornady hat keinesfalls "reagiert".  Die Flat Point (FP) Interlock Geschosse gibt es doch seit Jahrzehnten, das FTX nur seit ein paar Jahren.

Weidmannsheil! Walter Brunner, Fairbanks, Alaska, Donnerstag, 15. September 2011 04:57

Von Kettner enttäuscht

Hallo Lutz,

danke für den Hinweis von Walter Brunner. Man lernt halt immer noch dazu. Wie gesagt bin ich erst kurz im Besitz einer .444 und hab mich da noch nicht so mit den Geschossen beschäftigt. Ich wußte bisher nur, daß oft Revolvergeschosse der .44 Magnum verladen wurden und diese zu weich waren. Der Hinweis von Herrn Brunner hilft bestimmt den Weidmännern in Mitteleuropa, zumal das Leverevolutiongeschoß im neuen Kettnerkatalog als besonders für Sauen geeignet beschrieben wird.

LM: Da sieht man mal wieder wie sehr man denen glauben kann.

Viele Grüße, Thomas Putz, Montag, 19. September 2011 14:11

Jagdgeschosse für .444 Marlin

hier: Zuschrift von Herrn Thomas Putz

Sehr geehrter Herr Putz,

die eingeschränkte Geschossauswahl für den jagdlichen Einsatz der .444Marlin ist seit deren Erscheinen auf dem Markt bekannt, insbesondere die mangelhafte Durchdringungstiefe der Geschosse und deren z.T. drastische Wildbretentwertung.  Genau das gleiche Problem hat die .45-70 Gvt. , wenn es für diese mittlerweile auch homogene Jagdgeschosse gibt. Vor ca. 15 Jahren hatte ich genau dieses Problem und habe mich auf die Suche nach geeigneten Geschossen bzw. einem Hersteller begeben.

Meinem Freund Wolfgang Krüper, damals bei der DEVA, verdanke ich den Hinweis auf Peter Delsing, Munitionstechnik, Neffelweg 42 in Kerpen im Rheinland ("Schumi - Stadt"), der mir sogar Geschosse mit zunehmender Mantelstärke aus reinem tief gezogenem Kupfer herstellte, deren mit 1% Antimon gehärteten Blei - Kern er auch noch verlötete, um der geforderten Durchdringungstiefe zu entsprechen. Diese Verbund - Kern - Geschosse haben viele Jahre lang gute Arbeit geleistet, wenn sie auch nicht den heutzutage durch Lutz Möller's Geschosse verwöhnten Ansprüchen der Jäger entsprachen. Nehmen Sie mit Peter Delsing Kontakt auf, richten Sie ihm Grüße von mir aus und tragen Sie ihm Ihre Wünsche vor. Ich bin überzeugt, dass er Ihnen ein vernünftiges Angebot (um die 1.-€ / Geschoss bei Abnahme von 100 Stück machen kann.

Viele Grüße und viel Erfolg! Wolfgang Louen, Norheim, Dienstag, 20. September 2011 15:39

Hallo Lutz,

zur Zuschrift von Herrn Putz, waere ich gezwungen mit der .444 auf die Jagd zu gehen, wuerde ich entweder das 16.2 g Nosler Partition Geschoss, oder das 14.6 g Barnes XPB laden. Die 19.5 g Geschosse sind, auf kuerzere Entfernungen, auch auf groesseres Wild nicht schlecht. Aber wenn die alte 9.3x57 in Schweden als "Kartoffelwerfer" bekannt ist, verdient die .444 Marlin wohl ein "Ruebenwerfer" zu sein. Als Sattelwaffe, oder im Canoe, hat sie ihren Zweck, mit den 19.5 gm Geschossen. Die tun's fuer den Schwarzbaer. Und, als Quelle fuer 7x57R Huelsen.

Die Patrone mit den Revolvergeschossen herauszubringen war ja doch wahrer Bloedsinn von Remington. Zudem mit viel zu langem Drall. Hornady brachte dann das 17.2 g Geschoss, auch von Remington fuer ein paar Jahre verladen. Doch der Amerikaner geht auf groessere Geschwindigkeit, und bei grosser Kaelte stabilisiert das Geschoss nicht aus jedem Lauf.

Kettners Empfehlung stimmt auch fuer das FlexTip Geschoss, solange the Sau auf 150 Meter Dir breit stehen will, und Du den Schuss zwischen die Rippen bringst. Dann gehts gut damit.

Weidmannsheil! Walter Brunner, Dienstag, 20. September 2011 20:40

Gönne Dir Munition der Lutz Möller GmbH vom Erfinder selbst.

Du wirst keine bessere finden.

Mjölnir